“Mach bloß ein bisschen Werbung für Dich…!”

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“Mach bloß ein bisschen Werbung für Dich…!”

Nicht nur Menschen in heilenden und helfenden Berufen werden das Phänomen kennen…

Kaum hat man die eigene Praxis eröffnet – schon quillt der Briefkasten über: Flyer, Prospekte, Wurfsendungen – Post von Unternehmen, die darauf aus sind, einem etwas zu verkaufen, oft sogar noch, bevor man selbst den ersten Cent verdient hat. Hartnäckig hält sich die Überzeugung, man müsse auch selbst nur ein bisschen Werbung für sich machen – dann lasse der Erfolg nicht lange auf sich warten.

Frau hält Werbung mit der Aufschrift "Open" in der Hand

Nur ein bisschen Werbung,
 dann kommt der Erfolg von ganz alleine.
Wer sich beruflich gerade neu erfindet – und nicht nur dann -, beginnt zudem gerne damit, sich an bereits seit Jahren erfolgreich praktizierenden Branchenkolleginnen und -kollegen zu orientieren. Liegt es nicht auf der Hand, dass, wer auf sich aufmerksam machen und sich von anderen unterscheiden möchte, zuallererst vor allem eines braucht: eine gelungene Website? Eine Website, die die Zielgruppe anspricht, die anders aussieht, als die Website der anderen und dennoch dem Zeitgeist angemessen?

Schnell ist eine Menge an Ersparnissen,
 Zeit und Kreativität in die Entwicklung des
 (neuen) Online-Auftritts geflossen.

Dabei gerät gerne mal aus dem Blick, dass in der gleichen Zeit und mit der gleichen Verve das eigene Ersparte, nebst Zeit und jeder Menge Kreativität in etwas investiert hätte werden können, das für die Erfolgsgeschichte der eigenen Praxis mindestens ebenso bedeutsam, wenn nicht gar bedeutsamer ist: Die Entwicklung eines stimmigen, strategisch gut überlegten Gesamtkonzepts der Selbstvermarktung. Und dieses Konzept darf sich auf gar keinen Fall komisch anfühlen.

Selbstvermarktung,
 ohne dass es sich komisch anfühlt

Was verstehen wir eigentlich unter Werbung?
 Werbung, so heisst es, müsse auf die Zielgruppe zugeschnitten sein.
Gute Werbung, die glaubwürdig ist und ihre Zielgruppe wirksam erreichen möchte, vermag indes immer auch eine Beziehung zum Gegenüber herzustellen.
 Wer also Werbung für die eigene Praxis schalten möchte, ist gut beraten, hinter der Botschaft auch selbst sichtbar zu sein.

Werbung – was in der Immobilienwirtschaft wirkt, wirkt bei den helfenden und heilenden Berufen noch lange nicht.

Viele Erfolgsstrategien, die an einen herangetragen werden, kommen zudem womöglich aus anderen Geschäftsfeldern, als dem eigenen. Wer überdies in dem Gedanken, dass erst das Gesamttableau all der vielen Ratschläge und Tipps, die im Laufe der Zeit an einen herangetragen werden, zum Erfolg führen könne und davon ausgeht, diesen ausnahmslos folgen zu müssen, gerät in Gefahr, den eigenen Fokus zu verlieren.
 Am Ende dieser Entwicklung mag es nicht einmal mehr gelingen, sich auf das zu besinnen, was einem selbst am wichtigsten ist.

Es funktioniert für andere, aber nicht für mich!

Wer immer unter Strom steht und sich zu sehr darauf konzentriert, die Erfolgsrezepte anderer umsetzen zu wollen, riskiert, die eigenen Ziele, vor allem aber die eigene Persönlichkeit aus den Augen zu verlieren. Vieles wird mit großer Energie angefangen und ausprobiert, und wenn sich herausstellt, dass es nicht funktioniert, wieder verworfen. Da vieles von dem, was dem einen geraten wird, für diesen vielleicht passen mag, doch nicht unbedingt für den anderen, besteht darüber hinaus Gefahr, ins Burn-out zu rutschen (was gerade in helfenden & heilenden Berufen sehr häufig vorkommt). Denn es kostet sehr viel Energie, über viele Monate (oder gar Jahre) mit viel Herzblut immer neue (für Dich nicht passende) Strategien zu suchen, nur um irgendwann festzustellen, dass die Rechnung nicht aufgeht. Dass es für andere funktionieren mag, jedoch nicht für Dich und Deine Praxis.

Wer an zu vielen Strippen gleichzeitig zieht…

Die Konsequenz, die aus diesem Vorgehen erwächst, ist simpel: Wer an zu vielen Strippen gleichzeitig zieht, läuft Gefahr, nach einer gewissen Zeit außer losen Enden nichts in der Hand zu halten. Dabei wird eine wichtige Gleichung oft verdrängt: Zeit ist gleich Geld. Gerade wer am Anfang seines Praxisaufbaus steht, mag sich sagen, es sei doch legitim, etwas mehr Zeit zu investieren. Doch wer mit den eigenen Ressourcen sorgfältig umgehen möchte, tut gut daran, sich auf eine ausgewählte maßgeschneiderte Strategie zu konzentrieren und daran zu arbeiten, diese zu perfektionieren. Sogar eine angeblich schlechte, scheinbar weniger erfolgversprechende Methode kann, sofern perfektioniert, sich als die richtige erweisen – immer noch besser, als zwanzig unterschiedliche gleichzeitig zu verfolgen und dabei seine wertvolle Zeit zu verschwenden.

Zurückhaltung geboten ist auch bei neuen Anschaffungen, die einem von allen Seiten für den professionellen Auftritt als Heilpraktiker/in angeraten werden.

Wir erinnern uns: Seit fast 5000 Jahren funktioniert die chinesische Akupunktur mit ein paar Nadeln. Die Homöopathie funktioniert mit ein paar hundert sehr hoch potenzierten Mitteln – bis zum heutigen Tag. Die Schamanen in Sibirien, Nordamerika oder Afrika arbeiten zum Teil einfach nur mit der Kraft ihrer Stimme und den Bewegungen ihres Körpers. Heilweisen, wie Osteopathie oder die Dorntherapie – sie alle kommen ohne irgendwelche Geräte aus.
Wer sich ein Gerät für 50.000 € in die Praxis stellt, in dem Glauben, man sei bald schon in der Lage, dank der vielen Patienten, die einen alsbald konsultieren werden, und den nun sprudelnden Praxiseinnahmen, die entsprechenden Leasing-Gebühren bezahlen zu können, ist einem leider weit verbreitetem Irrglauben erlegen. Und so starten viele mit einer allzu schweren Hypothek ihre neue Praxis – eine Bürde, die den Praxiserfolg fast schon zu Beginn verunmöglicht, da in vielen Fällen für die Finanzierung dieser Geräte ein Nebenjob notwendig sein dürfte, bereits allein, um die Leasingraten zu bezahlen.

Währenddessen fehlt Dir dann die Zeit, wichtige berufliche Erfahrungswerte zu gewinnen.

Die Wahrheit ist: Wenn Du wirklich erfolgreich werden willst, solltest Du tun, was erfolgreiche Menschen getan haben, bevor sie erfolgreich wurden. Und teure Gerätschaften – nennen wir sie Statussymbole – sind niemals die eigentliche Ursache für den Erfolg eines Menschen gewesen, sondern vielmehr nach außen sichtbare Insignien einer Praxiserfolgsgeschichte.

Hier einige berühmte Beispiele: Samuel Hahnemann hat sich darauf verstanden, seinen Patientinnen und Patienten sehr gut zuzuhören. Die Bedeutung des Zuhörens hatte auch Carl Rogers erkannt: Ein wahres Erfolgsgeheimnis, wenn das Gegenüber sich verstanden fühlt. Milton Erickson hat einen Weg gefunden, wie er direkt mit dem Unterbewusstsein des Patienten in Kontakt treten kann, die Pioniere der Osteopathie haben eine Methode ersonnen, direkt mit dem Körper des Erkrankten zu kommunizieren.

All diese Menschen sind überaus erfolgreich geworden, ganz ohne teure Geräte, ohne teure Fortbildungen und erst recht, ohne irgendwelche teuren Statussymbole.

In diesem Sinne: Du selbst bist das Instrument.

Du darfst genügend Selbstvertrauen in Deine eigene Intuition entwickeln und in Deine Fähigkeiten. Denn nur, wenn Du dieses Selbstvertrauen in Dir trägst und nach außen ausstrahlst, wirst Du gegenüber Deinen Patienten bzw. Klienten so viel Zuversicht ausstrahlen, dass sie sich ihrerseits ganz öffnen und sich auf Deine Begleitung einlassen können. Dieses, Dir von Deinen Mitmenschen entgegengebrachte Vertrauen in Deine Erfahrung und in Deine Fähigkeiten – das ist der eigentliche Schlüssel, mit dem Du großartige Erfolge erwarten darfst.

Viel Geld, viel Zeit, viel Weiterbildung für den Praxisaufbau

Du magst Dir gesagt haben: “Wenn ich nur noch diese eine Fachausbildung absolviere, dann wird es meine Praxis einen entscheidenden Schritt weiterbringen. Wenn ich erst auf meinem Praxisschild stehen habe, dass ich diese oder jene Fachausbildung absolviert habe, wird das Vertrauen der Menschen in meine Fähigkeiten automatisch steigen.
 Eine unabhängige Instanz hat mir bescheinigt, dass ich Menschen helfen und sie heilen kann.”

Nur geht es auch dann immer noch sehr vielen Menschen so, dass der Erfolg sich nicht recht einstellen mag.
Der Grund: In den meisten Weiterbildungen und Zusatzausbildungen wird nicht darauf eingegangen, wie man es schafft, Patientinnen und Patienten so anzusprechen, dass sie gerne zur Behandlung in Deine Praxis kommen.
 Und Dich dann fragen, ob sie Dich weiterempfehlen dürfen.

Eine Vision zu haben reicht nicht aus.

Viele Menschen sitzen dem Mythos auf, es reiche, eine Vision zu haben, eine Vorstellung von einer besseren Welt, und wie es gelingen kann, Menschen zu helfen, aus der Krise herauszufinden, um die Welt ein kleines bisschen heiler zu machen.
An der Überzeugung fehlt es nicht.

Was fehlt, ist das strategische Wissen, wie die eigene Vision umgesetzt werden kann, um sich mit den eigenen Idealen sichtbar und hörbar zu machen. Die Tatsache, dass

Du Deine eigene Praxis eröffnet hast, ist das erste sichtbare Zeichen dafür, dass Du im Innersten von Deinen Fähigkeiten überzeugt bist. Und dies ist bereits die entscheidende Grundvoraussetzung für den unaufhaltbaren Erfolg Deiner Praxis.
Warum sind es oft gerade die besonders motivierten, talentierten, bewussten, fähigsten Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, die sich besonders schwer damit tun, neue Patientinnen und Patienten zu gewinnen?
Woran mag das liegen?
An der inneren Einstellung?
An der Wirtschaftslage?
Daran, dass viele Menschen noch nicht bereit sind, die sensationellen Heilerfolge z.B. der Homöopathie anzuerkennen?

Was immer es sein mag, ausbleibende Patienten schädigen das Selbstwertgefühl und führen zu der inneren Überzeugung, immer noch nicht gut genug zu sein. Nicht mutig genug. Zu bescheiden. Zu introvertiert. Oder was auch immer.
 Jedenfalls nicht in der Lage zu sein, Menschen mit dem eigenen Wirken zu erreichen.
Dabei hat die Anzahl der Patienten zunächst einmal gar nichts damit zu tun,
wie gut Du wirklich bist.
Sofern Du die Bereitschaft mitbringst, die „Herausforderung Patientengewinnung“ zu meistern, wird es Dir gelingen, Deine Wirklichkeit radikal zu verändern. 
Auch, wenn Du der inneren Überzeugung bist, zu introvertiert, zu bescheiden oder zu ungeschickt zu sein.

Und Du wirst erleben, wie sich das anfühlt: Deine Praxis mit Erfolg.

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Bildnachweis:
Store Owner Turning Open Sign In Shop Doorway © SpeedKingz, shutterstock.com
Gestresste Frau, © Alexander Dummer, pexels.com
Daguerreotypie von Samuel Hahnemann, aufgenommen am 30. September 1841 in Paris, Quelle: wikipedia.de
Carl Rogers, Quelle: wikipedia.de
the-strategy-win-champion-the-championship, 
Quelle: pixabay.com


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